Wie kann ein globales Softwareunternehmen eine glaubwürdige Community aus Kreativschaffenden aufbauen, die das neue Produkt im Beta-Status aus eigener Überzeugung nach außen trägt?
Die Herausforderung:
Ein internationales Technologieunternehmen wollte für ein neues Produkt noch vor Markteinführung, im Beta-Status, eine Ambassador-Community aufbauen. Die Ambassadors sollten eine doppelte Rolle einnehmen: als authentische Stimme in der Kreativszene nach außen wirken und gleichzeitig als direkter Feedback-Kanal ins Produktteam dienen. Es gab weder ein System noch eine Plattform, auf der das stattfinden konnte. Strukturen mussten von Grund auf aufgebaut werden und Engagement musste über mehrere Länder hinweg konsistent gestaltet werden.
Das Ergebnis:
Es wurde ein internationales Ambassador-Programm aufgebaut, das auf über 1.200 Mitglieder wuchs. Zentral war eine eigene Plattform für Austausch, Lernen und Vernetzung untereinander. Parallel etablierten wir eine enge Abstimmung mit Marketing- und vor allem Produktteams, sodass Feedback aus der Community direkt in die Produktentwicklung einfloss. Aus einzelnen Fürsprecher:innen wurde ein Netzwerk, in dem sich Mitglieder gegenseitig unterstützen und fördern.
Unsere Learnings
Community-Wachstum in dieser Größenordnung gelingt nur, wenn man die Bedürfnisse der Mitglieder wirklich versteht: Geht es um Wissen und Weiterentwicklung, um die Chance, ein Produkt mitzugestalten, um Sichtbarkeit in der eigenen Szene oder um etwas ganz anderes? Nur wer diese Motivation kennt, kann Angebote so gestalten, dass die Beteiligung über die Zeit konstant ist. Bei diesem Programm waren es vor allem zwei Dinge: die Möglichkeit, das Produkt aktiv mitzugestalten – und eine faire finanzielle Vergütung für ihr Engagement. Und: Ein schlechtes Produkt lässt sich nicht über eine Community verkaufen. Es bleibt ein schlechtes Produkt, das niemand nutzen will.
