Kategorie: cases

  • Community offline denken: Zugehörigkeit entsteht auch ohne digitale Plattform

    Community offline denken: Zugehörigkeit entsteht auch ohne digitale Plattform

    Müssen sich Communities immer digital auf einer Plattform treffen? Oder entsteht Zugehörigkeit manchmal genau dort, wo Menschen offline und persönlich zusammenkommen?

    Die Herausforderung
    Eine lokale Ausgabe einer globalen Frühstücks-Event-Reihe für Kreative sollte nicht nur einmalig, sondern Monat für Monat mit gleichbleibender Qualität stattfinden. Organisiert komplett von Volunteers, ohne Budget! Für jedes einzelne Event mussten Sponsor:innen gefunden werden, die Location, Kaffee und Frühstück stellten. Die Herausforderung lag also nicht nur in der Durchführung, sondern darin, diese Machbarkeit Monat für Monat neu zu sichern.

    Das Ergebnis
    Über sechs Jahre hinweg wurden mehr als 60 Events organisiert und moderiert – mit konstant 80 bis 120 Gästen, von Location-Suche und Sprecher:innen-Kuration über Newsletter- und Social-Media-Kommunikation bis zur Akquise und Betreuung von Sponsor:innen und Partnern. Daraus entstand mehr als eine Eventreihe. Es entstand eine echte Community, deren Mitglieder sich kennen, gegenseitig empfehlen, miteinander zusammenarbeiten, befreundet sind und sich auf den Events gegenseitig unterstützen – und vor allem immer wieder kommen.

    Unsere Learnings
    Klein anfangen und konsistent bleiben. Menschen von Anfang an einzubeziehen und untereinander zu vernetzen, schafft ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen – und das ist es, was Menschen wiederkommen lässt. Und: Je größer das Engagement der Community, desto größer der Hebel bei Sponsor:innen und bei der Gewinnung bekannterer Sprecher:innen. Das eine zieht das andere nach sich.

  • Eine Botschafter-Community europaweit aufbauen und skalieren

    Eine Botschafter-Community europaweit aufbauen und skalieren

    Wie kann ein globales Softwareunternehmen eine glaubwürdige Community aus Kreativschaffenden aufbauen, die das neue Produkt im Beta-Status aus eigener Überzeugung nach außen trägt?

    Die Herausforderung:
    Ein internationales Technologieunternehmen wollte für ein neues Produkt noch vor Markteinführung, im Beta-Status, eine Ambassador-Community aufbauen. Die Ambassadors sollten eine doppelte Rolle einnehmen: als authentische Stimme in der Kreativszene nach außen wirken und gleichzeitig als direkter Feedback-Kanal ins Produktteam dienen. Es gab weder ein System noch eine Plattform, auf der das stattfinden konnte. Strukturen mussten von Grund auf aufgebaut werden und Engagement musste über mehrere Länder hinweg konsistent gestaltet werden.

    Das Ergebnis:
    Es wurde ein internationales Ambassador-Programm aufgebaut, das auf über 1.200 Mitglieder wuchs. Zentral war eine eigene Plattform für Austausch, Lernen und Vernetzung untereinander. Parallel etablierten wir eine enge Abstimmung mit Marketing- und vor allem Produktteams, sodass Feedback aus der Community direkt in die Produktentwicklung einfloss. Aus einzelnen Fürsprecher:innen wurde ein Netzwerk, in dem sich Mitglieder gegenseitig unterstützen und fördern.

    Unsere Learnings
    Community-Wachstum in dieser Größenordnung gelingt nur, wenn man die Bedürfnisse der Mitglieder wirklich versteht: Geht es um Wissen und Weiterentwicklung, um die Chance, ein Produkt mitzugestalten, um Sichtbarkeit in der eigenen Szene oder um etwas ganz anderes? Nur wer diese Motivation kennt, kann Angebote so gestalten, dass die Beteiligung über die Zeit konstant ist. Bei diesem Programm waren es vor allem zwei Dinge: die Möglichkeit, das Produkt aktiv mitzugestalten – und eine faire finanzielle Vergütung für ihr Engagement. Und: Ein schlechtes Produkt lässt sich nicht über eine Community verkaufen. Es bleibt ein schlechtes Produkt, das niemand nutzen will.